Geschichte

Die erste allgemeine Form des Trampolinspringens war das Hupfen auf einer Matratze. Das Trampolinturnen nahm seinen Anfang im Zirkus. Hier war fur die Hochartisten ein Sicherheitsfangnetz unter dem Arbeitsplatz aufgebaut, das trampolinahnliche Eigenschaften aufwies. Die Hochartisten ließen sich zum Abschluss ihrer Darbietungen in das Netz fallen und turnten dort als Zugaben noch einige Salti. So entstand die Idee, dieses zu einer eigenstandigen Nummer auszubauen, und stellte zu diesem Zweck spezielle Gerate her. So erbaute der US-amerikanische Hochartist George Nissen Mitte der 1920er Jahre das zu seiner Zeit beste Sprunggerat. Spater grundete er die erste Firma, die Trampoline professionell herstellte und damit weltweit bekannt wurde. Noch heute tragt die Veranstaltung "Nissen Cup" seinen Namen. In den USA erfolgte somit auch die rasanteste Entwicklung des Trampolinturnens.
In Deutschland baute Albrecht Hurtmanns 1951 in Suchteln eine erste "Wurfmaschine".

Ein Gestell aus Eisenrohren, das Tuch aus Rollladengurten vernaht und mit Fahrradschlauchen gespannt, diente es in seinem Verein ASV Suchteln als Sprunggerat. Dr. Heinz Braecklen und Mitarbeiter an der jungen Sporthochschule in Leipzig entwickelten 1953 ebenfalls ein Trampolin als Trainingshilfsgerat fur Wasserspringer. 1955 konstruierte Alfred Gockel aus Altenessen zunachst ein erstes, instabiles Modell aus Holz.

Schließlich wurden die schon professionellen amerikanischen Gerate 1958 zum Deutschen Turnfest in Munchen u. a. durch George Nissen vorgestellt. Doch zunachst wurden erste Antrage der jungen Disziplin auf Mitgliedschaft im Internationalen Turnerbund (FIG) zu dessen Kongressen 1959 und 1961 abgelehnt. Zu einem Treffen der ersten Trampolin-Nationen kam es 1964 auf Initiative des Deutschen Turner-Bundes in Frankfurt am Main. Daraus wurde die Grundungsversammlung des Internationalen Trampolin-Verbandes F.I.T.

Im gleichen Jahr fanden die I. Welttitelkampfe in London statt.
1996 gab es die XIX. Weltmeisterschaften in Vancouver, 1998 fanden sie in Sydney statt,
1999 gab es in Sun City, Sudafrika, zum zweiten Mal nach 1974 Trampolinweltmeisterschaften in Afrika.

Am 1. September 1997 beschloss das Internationale Olympische Komitee in Lausanne, Schweiz, endgultig die Aufnahme der Trampolin-Einzelkonkurrenzen in das offizielle Programm der Olympischen Spiele 2000 in Sydney.

Tumbling ist eine Turnsportart, die national vom Deutschen Turner-Bund (DTB) vertreten wird. Tumbling wird dem Trampolinturnen zugerechnet. Der Sport ist vor allem in England, Russland und in China weit verbreitet. Tumbling ist englisch und bedeutet "sich uberschlagen".

Die Athleten absolvieren auf einer etwa 42 Meter langen Akrobatikbahn eine Reihe von Sprungen und Uberschlagen, wovon 11 Meter Anlauf, 25 Meter Sprungflache und 6 Meter Landeflache sind. Die Tumbling-Turner mussen eine Serie von acht Sprungen turnen. Auf einer Meisterschaft mussen die Turner zwei Serien springen, einen Salto und eine Schraubenbahn.